Texas Hold'em Poker Regeln
Texas Hold'em ist die populärste und bekannteste Pokerversion weltweit. Außerdem ist Texas Hold'em ein verhältnismäßig schnelles Spiel mit vielen Variationen. Die folgenden Regeln entsprechen der traditionellen Version von Texas Hold’em, wie wir sie bei UltimateBet.com anbieten. Um Information über andere Texas Hold'em Varianten zu erhalten, lesen Sie: Pot Limit Texas Hold'em und No Limit Texas Hold'em.
Ein komplettes Spiel besteht bei Texas Hold’ em aus einem standardmäßigen 52-Karten Deck und maximal 10 Spielern. Der Dealer Button (Die Scheibe mit dem “D”) wird benutzt um einen theoretischen Dealer zu bestimmen. Der Spieler mit dem Button ist der letzte Spieler in einer Spielrunde und ist die beliebteste Position im Spiel. Nach jeder Spielrunde wird der Button im Uhrzeigersinn bewegt, so dass jeder Spieler den Vorteil des Button hat. Als letzter in der Runde am Zug zu sein ist ein Vorteil gegenüber allen anderen, da man schon eine Art Überblick über das Spiel hat. Logischerweise ist es natürlich ein Nachteil, dass der Spieler links des Dealers als erster am Zug ist. Die Spieler in der Mitte sind irgendwo in der Mitte der Vorteil/Nachteil Skala. Generell kann man aber sagen, je später man am Zug ist, desto vorteilhafter ist es.
Die beiden Spieler links des Dealers sind diejenigen, die vor jeder Runde die sog. “Blinds“ setzen müssen. Die Blinds MÜSSEN gesetzt werden, bevor die Spieler die eigenen Karten erhalten. Der erste Spieler links des Dealers setzt den Small Blind und der zweite Spieler links des Dealers setzt den Big Blind. Der Small Blind beträgt die hälfte des Big Blinds. Die Höhe der Blinds variiert je nach Spiel, Sie erfahren aber die Höhe der Blinds vor Spielbeginn.
Warum Blinds? Blinds sollen gewissermaßen das Spiel anheizen. Die Spieler müssen Grundeinsätze bringen, das heißt, Sie spielen mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihre Karten aus und dadurch wird das Spiel attraktiver. Die Blinds werden auf alle Spieler fair verteilt, so dass keinem ein Nachteil entsteht. Es soll dadurch einfach nur der Spielspaß erhöht werden. Testspiele haben ergeben, das Spieler ohne Blinds nur setzen, wenn Sie wirklich gute Karten haben und dadurch nur schwer Spielrunden in Gang kommen und das Ganze eine ziemlich öde Angelegenheit ist.
Jedem Spieler am Tisch werden zwei verdeckte Karten gedealt, diese Karten sind exklusiv nur vom jeweiligen Spieler einzusehen und werden erst zum Showdown aufgedeckt. Nach erhalt der Karten beginnt die erste Einsatzrunde, man nennt diese "vor dem Flop" or "pre-Flop."
In der pre-Flop Einsatzrunde, hat der Spieler links des Big Blind drei Möglichkeiten.
- Fold. Wenn ein Spieler seine Karten hinwirft, dann ist er aus dieser Spielrunde raus und kann erst wieder an der nächsten teilnehmen. In der nächsten Runde wäre dieser Spieler der Big Blind.
- Call, es muss der betrag des Big Blinds gesetzt werden; oder
- Raise (Erhöhen) Um wie viel ein Spieler erhöhen kann, hängt davon ab, ob es sich um ein limit, pot-limit, oder no-limit Spiel handelt. In unserem Beispiel hier spielen wir Limit Texas Hold'em Poker, mit $5 und $10 Blinds, was heißt, es handelt sich um ein "10-20 Spiel."
Wenn der Spieler mitgeht (call), muss er $10, wenn er erhöht, muss er $20 einsetzen.
Das Spiel bewegt sich im Uhrzeigersinn, jeder Spieler hat die drei Möglichkeiten: fold, call oder raise. Wenn der dritte, oder ein anderer Spieler erhöht hat, so muss der folgende Spieler sich nun entscheiden, ob er für $20 mitgehen, oder auf $30 erhöhen möchte. Wie oft in einer Runde erhöht werden, ist limitiert. Die Anzahl beträgt in vielen Casinos drei, bei UltimateBet.com nutzen wir die “4-raise“ Regel.
Jetzt nehmen wir mal an, in unserem Beispiel geht der dritte Spieler mit, das heißt er setzt $20. Alle anderen bis zum Dealer werfen die Karten hin und der Dealer geht ebenfalls mit. Nun kommen die beiden Blinds wieder ins Spiel. Der Small Blind muss entscheiden, ob er für $15 mitgeht, oder um $25 erhöhen möchte. (Aufgrund des Small Blind befinden sich ja schon $5 im Pot). Wenn der Small Blind mitgeht, muss sich der Big Blind nun entscheiden, ob er für $10 mitgeht, oder um weitere $10 erhöht.
Wenn die pre-Flop Einsätze getätigt wurden, wird der “Flop“ dann endlich gelegt. Der Flop besteht aus drei Karten, die offen in der Mitte gelegt werden. Bei Texas Hold'em werden diese Karten "Community Cards” genannt, was bedeutet, sie gehören allen Spielern am Tisch. Jetzt schauen wir doch mal wie der Flop mit den eigenen Karten kombiniert werden kann. Nehmen wir an, unsere Karten sind Bube-9 (B-9), und der Flop besteht aus 7-9-6, wir haben ein paar 9er und den Buben als “Kicker“ (die zweite Karte). Für Texas Hold'em ist das Blatt schon mal nicht schlecht zum Anfang, aber jemand mit König-9 könnte uns schlagen, da er mit dem König den höheren Kicker hat. Nun folgt aber erstmal die zweite Einsatzrunde und es kann noch viel passieren.
Der Small Blind eröffnet die zweite Einsatzrunde. Der Spieler hat jetzt zwei Möglichkeiten:
- Check, das bedeutet er möchte nichts setzen und abwarten was die anderen machen; oder
- Bet, einen Einsatz bringen. Wir spielen ein 10/20 Spiel, also müsste er $10 setzen.
Die Nachfolgenden Spieler haben dieselben Möglichkeiten. Wenn einer $10 setzt, müssen alle anderen entweder nachziehen, oder Sie können um weitere $10 erhöhen (alle folgenden müssten demnach $20 setzen um im Spiel zu bleiben).
Jetzt kommt es zur dritten Einsatzrunde (Turn oder fourth Street genannt), wo eine vierte Karte gedealt wird. Das heißt außerdem für unser Limit Texas Hold'em Spiel, das die Einsätze jetzt verdoppelt werden. (10-20 Spiel, jetzt ist der Grundeinsatz $20). Jetzt gilt es wie in der Vorrunde: Check oder Bet für den Small Blind. Bei Einsatz kann der folgende Spieler dann erhöhen, wenn er möchte ($40 Gesamteinsatz).
Nach dieser Runde wird schließlich zur letzten Einsatzrunde in diesem Spiel und dann auch endlich zum Showdown. Der Dealer legt die fünfte Karte aus dem Deck offen (River oder Fifth Street genannt). Die Einsatzrunde erfolgt wie in den beiden zuvor.
Nachdem alle verbliebenen Spieler gecheckt, oder Ihre Einsätze gebracht haben, werden die eigenen Karten umgedreht. Es gibt dabei eine Ausnahme. Nehmen wir mal an, vier Spieler sind übrig. Einer bringt den $20 Grundeinsatz und alle anderen werfen hin. Der Spieler der den Einsatz erbracht hat gewinnt automatisch den Pot und die Karten werden NICHT aufgedeckt.
Bei Texas Hold'em, gewinnt der Spieler, der die höchst mögliche fünf – Karten Kombination hat. Dabei können von den eigenen Karten entweder, alle beide, eine oder auch keine genutzt werden. Keine der eigenen hört sich merkwürdig an, aber das erklärt sich so: Z.B., es sind zwei Spieler übrig und der eine hat K-K auf der Hand, der andere A-A, in der Mitte liegt allerdings 5-6-7-8-9. Der Straight (9 high) schlägt beide Paare und das heißt, die Spieler teilen sich den Pot 50/50.
Für unser hier gespieltes Beispiel heißt das oben zu sehende Blatt, wir haben ein paar 9er und den Buben als Kicker. Das ist jetzt nicht mehr viel wert, wenn aber immerhin etwas. Allerdings, jeder Spieler mit einer 10 oder einer 5 hätte eine Straße, diese würde unser Paar 9er schlagen. Man weiß vorher einfach nicht, wie es endet und gerade das macht den Reiz bei Texas Hold’em aus.
